DOK Award / Bester Dokumentarfilm

Jury Preis 1.000 Euro

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Der DOK Award wird unter allen Kategorien des Festivals an den besten Dokumentarfilm vergeben. Es ist ein Jury Preis. Zugelassen für die Kategorie sind internationale Produktionen aus allen Ländern der Welt. Im Wettbewerb um den besten Dokumentarfilm befinden sich 20 Beiträge aus neun Ländern.

Gewinner

Tracing Addai von Esther Niemeier

Begründung der Jury:

Der animierte Dokumentarfilm TRACING ADDAI erzählt das Schicksal eines jungen IS Rekruten aus Deutschland. Seine Mutter, der er sporadisch Nachrichten aus dem Kalifat schickte, und ein ehemaliger IS Kamerad, der mittlerweile in einem deutschen Gefängnis sitzt, rekonstruieren das Schicksal des 20 jährigen. Als Sohn einer Deutschen und einem Nigerianer, der ihn früh verlässt, ist er in Deutschland immer gefangen zwischen zwei Welten, immer mit dem Gefühl, nirgendwo dazuzugehören. Nach und nach verfällt er in Psychosen und findet sein vermeintliches Heil schließlich in der Konversion zum Islam. Er entschließt sich nach Syrien in den heiligen Krieg zu ziehen. Sein ehemaliger Kamerad berichtet von schrecklichen Erlebnissen. Traurig, wütend und voller Selbstzweifel versucht die Mutter die Entscheidung des Sohnes zu verstehen. Sie erhält den Kontakt über 2 Jahre aufrecht, bis irgendwann keine Antwort mehr kommt. Mit den nachkolorierten Interviews und Animationen der Ereignisschilderungen zeichnet Tracing Addai eine einzigartige Perspektive auf den Syrienkrieg nach und nähert sich einfühlsam der Tragödie des innerlich zerrissenen Mannes, der viel zu spät seine Zweifel am Dschihad erkennt.

Tobias Krone

Tobias Krone, geboren 1985 im Schwarzwald, arbeitet als Bayernkorrespondent und Kulturjournalist für das Deutschlandradio und für den Bayerischen Rundfunk in München. Studiert hat er die Gesellschaft und Romanistik in Hamburg, Paris und Jena, gelernt an der Deutschen Journalistenschule in München.
Über Filme berichtet er seit seiner Rezension von Titanic in der Schülerzeitung. Was ihn am Film interessiert: das Unvermittelte, das Unscheinbare und das Unsichtbare. Was ihn am Kurzfilm fasziniert: Wenn er danach im Kopf weiterläuft, in Spielfilmlänge – war es ein guter Kurzfilm.

©Jeanne Degraa

Anna Schumacher

Anna Schumacher ist eine deutsche Schauspielerin mit rumänischen Wurzeln.
Sie wurde 1980 in Bukarest in eine Künstlerfamilie geboren und stand bereits als 3 Jährige mit ihrem Vater der ebenfalls Schauspieler ist vor der Kamera.
Nach dem Schauspiel - Studium an der Hochschule für Musik und Theater Rostock, folgten Theaterengagements am Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin und den Kammerspielen Landshut. Parallel dazu war sie auch in Kino- und Fernsehproduktionen aktiv.
Ihren Durchbruch feierte sie mit HACKERVILLE, in der von HBO Europe und TNT Serie produzierten Serie spielt sie die Cybercrime-Expertin Lisa Metz, die einen schweren Hackerangriff auf eine deutsche Bank bis ins rumänische Timișoara zurückverfolgt.
2019 erhielt sie dafür den Grimme Preis.
Aktuell ist sie in dem britischen Film von 2020 ´The Windermere Children ` von Regisseur Michael Samuels neben Thomas Kretschmann, Iain Glen und Romola Garai zu sehen. Das Filmdrama beschreibt das Schicksal jüdischer Kinder, die den Holocaust in Polen überlebten und für vier Monate im Ort Windermere aufgenommen wurden, um ein neues Leben zu beginnen.

Karoline Mennecken

Karoline Mennecken ist seit 2019 Producerin bei der H&V Entertainment, einer der führenden Produktionsfirmen Deutschlands. Während des Studiums der „Produktion und Medienwirtschaft“ an der Hochschule für Fernsehen und Film München, gründete sie ihre erste eigene Firma mit der sie Kurz- und Werbefilme realisierte, die auf zahlreichen Festivals liefen. Nach dem Studium arbeitete sie vier Jahre für den Filmverleih Prokino als Acquisition Manager für nationale und internationale Kinofilme. Besonders die kreative Arbeit an Stoffen sind ihre Leidenschaft. Dies führte sie 2019 zurück in die Produktion, wo sie nun bei Mischa Hofmann die Entwicklung und Umsetzung von Serien- und Kinostoffe betreut.