DaHome Award / Bester Heimatfilm

Jury Preis 2000 Euro

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Bezirk Niederbayern

Der DaHome Award ist ein Sonderpreis und wird an einen internationalen Kurzfilm vergeben, der sich in besonderer und außergewöhnlicher Weise mit dem Thema Heimat auseinandersetzt. Die 7 nominierten Filme sind im DaHome – Ein Heimatfilmprogramm zu sehen.

Gewinner

Home von Daniel Mulloy

BegrĂŒndung der Jury:

Der Film holt uns in einer Welt ab, die wir zu kenn
en glauben. Eine normale, hellhÀutige,
junge Familie, Eltern mit Kind, doch irgendetwas stimmt nicht. Sie machen sich auf, lassen sich getrennt in
Auto
-
KofferrĂ€ume stecken und mĂŒssen schließlich zu Fuß ĂŒber Stacheldraht, eine Grenze und durch ein
Kriegsgeb
iet. Da es keine ErklĂ€rung zu den HintergrĂŒnden gibt, braucht man beim Zuschauen eine ganze Weile,
um die einfache aber wirkungsvolle Verkehrung, die der Film macht, zu verstehen. Erst fragt man sich noch,
wovor eine hellhĂ€utige Familie ĂŒberhaupt flĂŒchten
sollte, dann ist man mitten drin und wird sich bewusst, wie
sehr man im Kopf immer noch das Schicksal der FlĂŒchtlinge von dem eigenen trennt, obwohl die Rollen nur
durch Zufall jederzeit vertauscht werden könnten. Somit hilft „Home“ den Blick zu erweitern,
in dem er klar
macht, dass auch unsere Heimat keine SelbstverstĂ€ndlichkeit ist und es fĂŒr jeden Menschen zu den
schlimmsten Erfahrungen gehört, diese aus Not zurĂŒcklassen zu mĂŒssen.

Christoph Meiser

Christoph Meiser studierte Medienmanagement in SaarbrĂŒcken und Marseille, sowie Filmproduktion an der BAF in MĂŒnchen. Er begann beim Kölner Verleih Legend Films, wo er im Bereich Acquisitions und Verleih/Vertrieb an Filmen von Lars von Trier, Thomas Vinterberg, Larry Clark und Gaspar Noe arbeitete. Danach wechselte er zur Vertriebsgesellschaft der Bavaria Film-Gruppe, Bavaria Media, wo er verschiedene Positionen innehatte, bevor er die Leitung der Kino- und Home Entertainment-Abteilung ĂŒbernahm und Filme wie "Wir need to talk about Kevin" und "Tyrannosaur" in Deutschland ins Kino brachte. In dieser Funktion als Verleih nahm er am Berlinale Talent Campus 2012 teil. Nach seinem Austritt aus der Bavaria Media grĂŒndete er die Meteor Film in Köln, um Filme fĂŒr den deutschen Markt zu erwerben und im deutschsprachigen Raum zu vertreiben. Als freier Mitarbeiter begann er, eigene Produktionsprojekte zu entwickeln, bevor er 2016 zur MĂŒnchner Produktionsfirma maze pictures ging, wo er derzeit als Producer arbeitet. Im Moment ist er vor allem an der Vorbereitung der Action-Komödie "Guns Akimbo" mit Daniel Radcliffe beteiligt, die in wenigen Monaten Drehstart hat.

© FFF Bayern Kay Blaschke

Ewa Szurogajlo

Ewa Szurogajlo ist Förderberaterin fĂŒr das europĂ€ische Filmförderprogramm Creative Europe MEDIA. Nach Abschluss ihres Studiums der Internationalen Beziehungen an der WirtschaftsuniversitĂ€t in Poznan (Polen) und an der Aalborg UniversitĂ€t (DĂ€nemark) arbeitet die gebĂŒrtige Polin als Projektmanagerin in verschiedenen Branchen (CCR Logistics Systems, Wirecard Technologies). 2011 grĂŒndet sie die polnischen Filmtage filmPOLSKA MĂŒnchen mit, die sie drei Jahre lang leitet. 2012 erhĂ€lt sie ein Drehbuchstipendium an der 24. Drehbuchwerkstatt MĂŒnchen. Im selben Jahr nimmt Sie Ihre FörderberatungstĂ€tigkeit auf beim Creative Europe Desk MĂŒnchen, einem InformationsbĂŒro der MEDIA Förderung.

Magdalena Steffenhagen

Nach ihrem Studium in Filmwissenschaften (M.A.) an der New York University hat Magdalena Steffenhagen als Drehbuchentwicklerin, Aufnahmeleiterin und Regieassistentin in Amerika, England, Schweden und Deutschland gearbeitet. 2014 ist sie als Producerin der Bavaria Fiction beigetreten, wo sie derzeit das Projekt DAS BOOT fĂŒr Sky Deutschland betreut.

Krystof Zlatnik

Geboren 1980 in Stuttgart. Nach dem Abitur und 2 Jahren praktischer Erfahrung in Produktionsfirmen und zahlreichen Filmsets, begann er 2003 sein Studium an der Filmakademie Baden-WĂŒrttemberg im Bereich Spielfilm-Regie. 2007 wurde er ausgezeichnet mit dem Baden-WĂŒrttemberg Stipendium zur Teilnahme am „Hollywood Workshop“ an der UCLA Extension in Los Angeles. Sein Science-Fiction Kurzfilm DAS LEUCHTEN (2007) und Abschlussfilm LYS (2010) wurden mit dem Caligari-Förderpreis ausgezeichnet und auf Festivals weltweit gezeigt.

Seit seinem Diplom 2009 ist er selbststĂ€ndiger Regisseur und Autor. Neben der Entwicklung verschiedener DrehbĂŒcher drehte er 2012 den mit Crowdfunding finanzierten Teaser fĂŒr die Endzeit-Action Serie LAND OF GIANTS, die er als Co-Creator mit der Roundhousefilm GmbH fĂŒr den internationalen Markt entwickelt. Krystof ist GrĂŒndungsmitglied des NEUEN DEUTSCHEN GENREFILMS und seit 2013 Mit-Veranstalter und Programmleiter der GENRENALE, dem ersten Filmfestival, das ausschließlich dem deutschen Genrefilm gewidmet ist. 2014 grĂŒndete er mit den Autoren Jan Cronauer, Felix Koch und Mark Wachholz den permanenten Writers-Room DEVELOPMENT HELL, mit dem er Stoffe fĂŒr verschiedene Produktionsfirmen entwickelt. 2015 drehte er mit dem Action-Thriller IMMIGRATION GAME sein Langfilmdebut als Regisseur, das 2017 Premiere auf der GENRENALE5 gefeiert hat.

Leonhard Elias Lemke

Leonhard Elias Lemke ist Filmemacher- und kritiker und hat in Jena und Bologna studiert. Er schreibt fĂŒr die Filmmagazine DEADLINE und NEON ZOMBIE, die italienische Genrezeitschrift NOCTURNO und seine Texte sind in verschiedenen Home-Video-Veröffentlichungen und filmwissenschaftlichen Publikationen zu finden. In seiner Heimatstadt Jena veranstaltet er ein 35-MM-Retrofestival zum Genrefilm. 2017 war er Teil der internationalen Kritikerjury auf dem Fantasy-Film-Festival in NeuchĂątel. Nach drei Kurzfilmexperimenten arbeitet er zur Zeit an einem Science-Fiction-Projekt mit dem Arbeitstitel PICNIC II.

CHRISTINA KINNE aka XaosPrincess

Geboren 1972 in MĂŒnchen hat Christina Kinne sich schon
wÀhrend ihrer Schulzeit in Theatergruppen engagiert sowie
gezeichnet und fotografiert.
Nach dem Abitur machte sie zunÀchst einige
Filmproduktions-Praktika und arbeitete dann als
Requisiteurin und Ausstatterin bis sie ihr Studium an der
Hochschule fĂŒr Fernsehen und Film MĂŒnchen aufnahm,
das sie 2006 mit dem Kurzspielfilm "Miss Lucifer!"
abgeschlossen hat.
WĂ€hrend ihres Studiums umfassten ihre TĂ€tigkeitsfelder Regie, Regieassistenz,
Produktion und Schnitt, sowie Webdesign, Lektorate und Journalismus.
Im Zuge ihrer filmischen Laufbahn hat Christina Kinne ĂŒber zehn kurze und mittellange
Produktionen realisiert, darunter auch einen der ersten 3D-Fiction-Filme Europas -
"Delusion-3D" (2008).
Seit ihrer Baby-Pause (2011 und 2013) ist Christina Kinne hauptsÀchlich in virtuellen
Welten zuhause.
Aus der Virtuellen RealitÀt heraus stellt sie mit Programmen wie Google Blocks oder
Tilt Brush 3D-Modelle fĂŒr die Social VR Plattform "High Fidelity" her.
Im Herbst 2017 hat Christina Kinne ihre YouTube-Show "XaoS' VR LOG" gestartet.
Als Avatar XaosPrincess erörtert sie in in der Virtuellen RealitÀt gedrehten Videos
unterschiedlichste Entwicklungen dieser spannenden neuen Technologie.

Christian FĂŒllmich

Nach dem Abitur, 2005 Umzug nach MĂŒnchen, um Erfahrungen in unterschiedlichen Bereichen bei diversen Filmproduktionen zu sammeln, u.a. TV60, Pro GmbH, Olga Film. Dabei Mitwirkung an Produktionen wie „Kommissarin Lucas“, „Polizeiruf 110“, „Unter Verdacht“ oder dem Kinofilm „Vincent will Meer“. 2006 Studium Medienmanagement mit Fachrichtung TV-/Filmproduktion an der MHMK in MĂŒnchen. 2009 Lebensmittelpunkt Australien und Arbeit in der dortigen Film- und Fernsehlandschaft. ZurĂŒck in Deutschland als Producer und Produktionsleiter tĂ€tig fĂŒr unterschiedliche TV-, Spiel- und Werbefilmproduktionen. 2011 gemeinsam mit Torben Maas GrĂŒndung der Filmproduktionsfirma filmschaft maas & fĂŒllmich. Neben Betreuung fremder Kino- und Serienprojekte, liegt der Schwerpunkt seither auf der Entwicklung und Realisierung eigener deutscher, so wie internationaler Spielfilme. Christian FĂŒllmich wurde 2013 mit dem Nachwuchsproduzentenpreis beim Bayerischen Filmpreis fĂŒr den DebĂŒtfilm NEMEZ ausgezeichnet. Der neueste Film, EINMAL BITTE ALLES, erhielt national und international renommierte Auszeichnungen und startete im Sommer 2017 in den deutschen Kinos, wo er mehr als vier Monate zu sehen war.

© Katja Hentschel

Saralisa Volm

Seit 2006 ist Saralisa Volm als Schauspielerin in unterschiedlichsten Produktionen zu sehen. Unter anderem drehte sie mehrere Filme mit Klaus Lemke, wobei sie auch als Regie- und Produktionsassistentin tĂ€tig war. 2009 wurde ihr Film "Dancing with Devils" mit dem Norddeutschen Filmpreis als Bester Fernsehfilm ausgezeichnet. 2016 war sie in „Shakespeares letzte Runde“ (R: Achim Bornhak) auf arte zu sehen.
Die Entwicklung eigener Projekte wurde ihr immer mehr ein Anliegen und so grĂŒndete sie ihre eigene Produktionsfirma POISON. So entstand im Herbst 2014 in Zusammenarbeit mit dem Medienboard Berlin-Brandenburg und dem Bayerischen Rundfunk der Kurzfilm "Die Verwandlung" (R: Igor Plischke) mit Golo Euler in der Hauptrolle. Mit "Fikkefuchs" (R: Jan Henrik Stahlberg) realisierte Saralisa Volm ihren ersten Kinospielfilm als federfĂŒhrende Produzentin, den der Verleih Alamode 2017 in die deutschen Kinos brachte. Er eröffnete die Reihe „Neues Deutsches Kino“ des Filmfests MĂŒnchen und ist fĂŒr den Deutschen Filmpreis 2018 vornominiert.
2016 fĂŒhrte sie erstmals Regie fĂŒr ein Musikvideo der Band "Leather Report“. Ihr Konzept fĂŒr den Kurzfilm ‚Am Draht der Zeit‘ wurde vom FFF Bayern ausgezeichnet und finanziert und feiert im MĂ€rz 2018 Premiere. Aktuell bereitet sie in Zusammenarbeit mit „deutschfilm“ ihren ersten Dokumentarfilm vor.

Ulrich Mannes

Ulrich Mannes, geboren 1965 in Memmingen, lebt seit 1985 in MĂŒnchen. Arbeitet als freier Autor, Lektor und FilmvorfĂŒhrer. Dreht seit 1998 Kurzfilme (darunter SIGI GÖTZ COLLECTORS ITEM, ZEUGEN DES JAHRHUNDERTS, KÜNSTLERINNEN, DAS MÄDCHEN MIT DER ELEKTROMAGNETISCHEN AUSSTRAHLUNG). Herausgeber des Periodikums „SigiGötz-Entertainment“, das sich den bizarren und obskuren Seiten der Film-, Fernseh- und Entertainmentgeschichte annimmt und insbesondere das deutsche Genrekino wĂŒrdigt. Autor des Buches „AlpenglĂŒhn 2011 – Ein Dialog zum deutschen Erotikkino“ (Verbrecher Verlag), zuletzt beteiligt an dem Band „Wörthersee & Exploitation“ (Filmarchiv Austria) und Texten zum Werk des Dokumentarfilmers Peter Gehrig fĂŒr Cinegraph-Babelsberg.