Shock Block / Deadline_Award

Jury Preis 1.000 Euro

Sponsored by:
Deadline Filmmagazin

Der Preis für den besten Genre Film wird in der Kategorie Shock Blocks vergeben. Es ist ein Jury Preis. Der Deadline_Award ist international ausgeschrieben. Im Wettbewerb um den besten Genre Film befinden sich 64 Beiträge aus 24 Ländern.

Begründung der Jury:

Wie kommt ein japanischer Anime-Roboter in die spanische Provinz? Und wie zurück nach Tokio? Ende der 1970er errichteten Bauspekulanten in Katalonien die Statue einer populären Mecha-Figur als Attraktion für ein letztlich nie vollendetes Wohngebiet. MY NAME IS KOJI nimmt sich anfangs semi-dokumentarisch dieser realen Investitionsruine an - und erweckt sie dann durch Kinomagie zum Leben, bringt sie zum Fliegen. Mit viel Witz und flottem Timing erzählt David Muñoz eine interkulturelle Geschichte über den Triumph von Fantasie und Leidenschaft - und die Bereitschaft, sich wirklich auf andere Kulturen einzulassen. Der Film hat uns wieder mit dem Enthusiasmus angesteckt, der uns alle einst zu Fans des Genre-Kinos machte.

Lobende Erwähnung:

Ein Spiel um Aberglaube und Teufelsangst, vorahnungsschwer und voller märchengleicher Natureindrücke: LA BÊTE hat uns machtvoll atmosphärisch in den Bann einer archaischen Welt gezogen, in der es noch wahre, tiefste Dunkelheit gibt - und nur einer, der das Licht nicht kennt, den Mut hat, sich ihr zu stellen.

Dr. Harald Steinwender

Dr. Harald Steinwender hat in Mainz Filmwissenschaft, Publizistik und Philosophie studiert und wurde 2009 mit der Studie Sergio Leone – Es war einmal in Europa (Berlin: Bertz+Fischer, 2. Aufl. 2012) promoviert. Während des Studiums und danach Arbeit als freier Autor, Drehbuchlektor und Übersetzer. Beiträge für zahlreiche filmwissenschaftliche und -historische Zeitschriften und Sammelbände mit Schwerpunkt auf europäisches Populärkino, italienischer Film, internationale Koproduktionen und Genrekino. Herausgeber (mit Ivo Ritzer) von „Transnationale Medienlandschaften“ (Springer VS, 2017) und „Politiken des Populären“ (Springer VS, 2019). Seit 2010 redaktioneller Mitarbeiter in der Kinoredaktion des Bayerischen Rundfunks (BR) in München. 2016-2018 Redakteur für die 3sat-Koordination der ARD, seit 2018 Redakteur und Programmplaner für das BR Fernsehen im Programmbereich Spiel – Film – Serie. Redaktion u.a. bei „Alles Inklusive“ (2014, Kino), „Mitten in Deutschland: NSU – Die Ermittler: Nur für den Dienstgebrauch“ (2016, TV), „Der NSU-Komplex“ (2016, TV), „Kirschblüten und Dämonen“ (2019, Kino), „Und morgen die ganze Welt“ (2019, Kino; in Vorbereitung).

© Frese München

Thomas Willmann

Thomas Willmann wurde 1969 in München geboren. Nach einem Studium der Musikwissenschaft (Nebenfächer: Amerikanische Literaturgeschichte, Psychologie) mit Auslandssemester an der UCLA arbeitete er für diverse Medien als freier Kulturjournalist und Übersetzer. Dabei begleitete ihn seit Kindertagen eine große Leidenschaft für Kino. In München findet man ihn als Stammgast von Filmmuseum und Werkstattkino. Sein besonderer Faible für Winterwestern war (neben den Werken Ludwig Ganghofers) auch ein wesentlicher Einfluss für seinen 2010 erschienenen, mittlerweile auch ins Französische und Niederländische übersetzten Debutroman "Das finstere Tal". Der 2014 dann tatsächlich seinen Weg auf die Leinwand fand - unter der Regie von Andreas Prochaska, mit Sam Riley, Paula Beer und Tobias Moretti in den Hauptrollen. Die Verfilmung wurde mit diversen Auszeichnungen bedacht, darunter acht Lolas, acht Österreichische Filmpreise und zwei European Film Awards. Thomas Willmann schreibt weiterhin Filmkritiken für den Münchner Merkur und das altehrwürdige Online-Kinomagazin artechock (dort u.a. gemeinsam mit Anna Edelmann: "Edelmann & Willmann sind sich einig").

Stefan Schimek

Stefan Schimek arbeitet seit nunmehr 12 Jahren als Freelancer für diverse deutsche Filmverleiher wie Koch Films, Capelight Pictures oder Camera Obscura, die ihren Schwerpunkt überwiegend auf das internationale Genre- und Independent-Kino legen. Ende 2010 stieß er zum Team des überwiegend ehrenamtlich betriebenen Zebra Kino in Konstanz und kümmerte sich zunächst hauptsächlich um die monatlich stattfindenden "Moonlight Madness"-Double-Features. Von 2014 bis 2018 war er Teil des Vorstands des Zebra Kinos. Während dieser Zeit gründete er gemeinsam mit dem "Moonlight Madness"-Team das SHIVERS, das erste Filmfestival im Bodenseeraum, das seinen Schwerpunkt auf den internationalen Genrefilm legt. Die erste Ausgabe fand im November 2015 statt und hat sich mittlerweile zu einem festen Bestandteil der deutschen Genre-Filmfestival-Szene entwickelt. Bis heute ist er als Festivalleiter für die generelle Koordination und Programmation des Festivals zuständig. Darüber hinaus ist er Mitglied im Programmbeirat von CINEMA OBSCURE und als Autor für die kanadische Film-Homepage Screen Anarchy tätig.