Shock Block / Deadline_Award

Jury Preis 1.000 Euro

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Deadline Filmmagazin

Der Preis für den besten Genre Film wird in der Kategorie Shock Block vergeben. Es ist ein Jury Preis. Der Deadline_Award ist international ausgeschrieben. Im Wettbewerb um den besten Genre Film befinden sich 70 Beiträge aus 24 Ländern.

Gewinner

LO SIENTO MI AMOR von EDUARDO CASANOVA

Begründung der Jury:

Autor und Regisseur Eduardo Casanova greift mit seinem Kurzfilm ein Ereignis auf, welches bis heute als eines der großen Mysterien des 20. Jahrhunderts gilt: Wer steckt hinter dem Attentat auf den ehemaligen US-Präsidenten JFK? Selbst heute, über 50 Jahre später, glauben nahezu 80% der Amerikaner daran, dass Kennedy Opfer einer Verschwörung wurde. Eduardo Casanova hat die Antwort parat.
“Lo Siento Mi Amor” besticht durch seinen pointierten Witz und ein tolles Set-Design, die skurrile Idee ist wunderbar umgesetzt und aktuell, denn spätestens seit der Wahl Donald Trumps zum Präsidenten glaubt doch keiner mehr daran, dass in der Politik irgendwas mit rechten Dingen zugeht. Macht, Ehebruch, Mord, Außerirdische - diese Themen umreißt Eduardo Casanova geschickt in nur 8 Minuten, zusammen mit der plastikartigen Ästhetik ergibt das eine wunderbare Persiflage auf den “American Dream”!

Dr. Harald Steinwender

Dr. Harald Steinwender hat in Mainz Filmwissenschaft, Publizistik und Philosophie studiert und wurde 2009 mit der Studie Sergio Leone – Es war einmal in Europa (Berlin: Bertz+Fischer, 2. Aufl. 2012) promoviert. Während des Studiums und danach Arbeit als freier Autor, Drehbuchlektor und Übersetzer. Beiträge für zahlreiche filmwissenschaftliche und -historische Zeitschriften und Sammelbände mit Schwerpunkt auf europäisches Populärkino, italienischer Film, internationale Koproduktionen und Genrekino. Herausgeber (mit Ivo Ritzer) von „Transnationale Medienlandschaften“ (Springer VS, 2017) und „Politiken des Populären“ (Springer VS, 2019). Seit 2010 redaktioneller Mitarbeiter in der Kinoredaktion des Bayerischen Rundfunks (BR) in München. 2016-2018 Redakteur für die 3sat-Koordination der ARD, seit 2018 Redakteur und Programmplaner für das BR Fernsehen im Programmbereich Spiel – Film – Serie. Redaktion u.a. bei „Alles Inklusive“ (2014, Kino), „Mitten in Deutschland: NSU – Die Ermittler: Nur für den Dienstgebrauch“ (2016, TV), „Der NSU-Komplex“ (2016, TV), „Kirschblüten und Dämonen“ (2019, Kino), „Und morgen die ganze Welt“ (2019, Kino; in Vorbereitung).

© Frese München

Thomas Willmann

Thomas Willmann wurde 1969 in München geboren. Nach einem Studium der Musikwissenschaft (Nebenfächer: Amerikanische Literaturgeschichte, Psychologie) mit Auslandssemester an der UCLA arbeitete er für diverse Medien als freier Kulturjournalist und Übersetzer. Dabei begleitete ihn seit Kindertagen eine große Leidenschaft für Kino. In München findet man ihn als Stammgast von Filmmuseum und Werkstattkino. Sein besonderer Faible für Winterwestern war (neben den Werken Ludwig Ganghofers) auch ein wesentlicher Einfluss für seinen 2010 erschienenen, mittlerweile auch ins Französische und Niederländische übersetzten Debutroman "Das finstere Tal". Der 2014 dann tatsächlich seinen Weg auf die Leinwand fand - unter der Regie von Andreas Prochaska, mit Sam Riley, Paula Beer und Tobias Moretti in den Hauptrollen. Die Verfilmung wurde mit diversen Auszeichnungen bedacht, darunter acht Lolas, acht Österreichische Filmpreise und zwei European Film Awards. Thomas Willmann schreibt weiterhin Filmkritiken für den Münchner Merkur und das altehrwürdige Online-Kinomagazin artechock (dort u.a. gemeinsam mit Anna Edelmann: "Edelmann & Willmann sind sich einig").

Stefan Schimek

Stefan Schimek arbeitet seit nunmehr 12 Jahren als Freelancer für diverse deutsche Filmverleiher wie Koch Films, Capelight Pictures oder Camera Obscura, die ihren Schwerpunkt überwiegend auf das internationale Genre- und Independent-Kino legen. Ende 2010 stieß er zum Team des überwiegend ehrenamtlich betriebenen Zebra Kino in Konstanz und kümmerte sich zunächst hauptsächlich um die monatlich stattfindenden "Moonlight Madness"-Double-Features. Von 2014 bis 2018 war er Teil des Vorstands des Zebra Kinos. Während dieser Zeit gründete er gemeinsam mit dem "Moonlight Madness"-Team das SHIVERS, das erste Filmfestival im Bodenseeraum, das seinen Schwerpunkt auf den internationalen Genrefilm legt. Die erste Ausgabe fand im November 2015 statt und hat sich mittlerweile zu einem festen Bestandteil der deutschen Genre-Filmfestival-Szene entwickelt. Bis heute ist er als Festivalleiter für die generelle Koordination und Programmation des Festivals zuständig. Darüber hinaus ist er Mitglied im Programmbeirat von CINEMA OBSCURE und als Autor für die kanadische Film-Homepage Screen Anarchy tätig.