Innovation Award / Bester Kurzfilm

Jury Preis 1.500 Euro

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Dräxlmaier Group

Der Innovation Award wird programmübergreifend unter allen Kategorien des Festivals vergeben. Es ist ein Jury Preis und wird von allen Jury Mitgliedern des Festivals gewählt. Der Innovation Award ist für einen besonders außergewöhnlichen, innovativen Film bestimmt. Um den Innovation Award konkurrieren 221 Filme aus 40 Ländern.

Draexlmaier

Gewinner

Lost in the Middle von Senne Dehandschutter

Begründung der Jury:

Zwei junge Belgier reisen nach Syrien, der eine als Fotograf, der andere als Kämpfer. Der Fotograf hinterlässt seine schwangere Frau und der Kämpfer seine verzweifelte Mutter, wohlwissend an wen sie ihren Sohn verlieren wird.
Neben einer mitreißenden Kamera, einem aufregenden Schnitt und einem brandaktuellen und wichtigen Thema überzeugt der Film Lost in the Middle durch seine grandiose Realisierung und dem Einsatz neuer und filmischer Erzählmittel.
Dabei erinnert der Film an Dogville von Lars von Trier. Er ist aber dabei kein einfaches Replikat, sondern vielmehr eine Fortsetzung. Denn der Regisseur Senne Dehandschutter lässt nicht nur die Wände weg, sondern erzählt verschiedene Spielorte in ein und demselben Ort. In einer zerbombten Stadt in Syrien. Bereits nach kurzer Zeit hat man die unüblichen Stilmittel akzeptiert. Die Figuren verlieren sich in einem Labyrinth aus zerstörten Gassen. So inszeniert der Film den Überlebenskampf, den Druck und die Verzweiflung der Figuren über ihre Entscheidung nach Syrien zu gehen. Dabei funktionieren die langen Gänge wie die Synapsen zwischen den Gehirnzellen der Hauptdarsteller. Unter Druck und Verzweiflung, laufen sie heiß und drohen zu überhitzen. Die Gassen und Türen führen uns in die Vergangenheit der Figuren, zu den Momenten in denen sie ihren Familien von ihrer Entscheidung nach Syrien zu gehen erzählen. Einen Ausweg lässt der Film nicht, sondern lässt uns mit einer schockierenden Realität zurück.

Anna Rot

Anna Rot, geboren 1983, ist in Wien aufgewachsen. Sie begann ihre Schauspielausbildung an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz und schloss nach einem Wechsel an die Hochschule für Musik und Theater Rostock 2008 mit dem Diplom ab. Es folgten ihr erstes Festengagement am Deutschen Theater Göttingen und ihr erster Kinofilm „In 3 Tagen bist du tot 2“ von Andreas Prochaska, 2008. Seither drehte sie zahlreiche Fernseh-Spielfilme in Deutschland und Österreich. Für die Hauptrolle im Kinofilm „Tag und Nacht“ von Sabine Derflinger wurde Anna Rot mit dem Preis als beste Hauptdarstellerin am New York City International Film Festival 2011 ausgezeichnet. Seit 2009 arbeitete sie u. a. am Schauspielhaus Graz, mit dem Theaterkollektiv „copy & waste“, am Theater Meiningen, am Théâtre de Belleville, an der Comédie de Caen, Frankreich, und bei den Nibelungenfestspielen in Worms. Zur Eröffnung des Werk X in Wien spielte sie die Hauptrolle in “Eldorado”, inszeniert von Marius von Mayenburg. Ihre letzten Theaterarbeiten waren “Gewonnene Illusionen” (UA) von “copy & waste“ am Schauspiel Leipzig und die musikalische Stückentwicklung “Frankenstein” (UA) an der Deutschen Oper Berlin unter der Regie von Maximilian von Mayenburg.

Leonie Stade

Leonie Stade ist freie Autorin, Regisseurin und Produzentin. Geboren 1988 wuchs sie in Lindau am Bodensee auf. Nach dem Abitur 2007 ging Stade auf Weltreise und arbeitete mehrere Jahre als Fotomodel in Paris und Mailand. Seit 2009 studierte sie Regie an der Hochschule für Fernsehen und Film München. Ihr erster Dokumentarfilm über eine Münchner Prostituierte wurde im Rahmen der Ausstellung Subjektiv - Dokumentarfilm im 21. Jahrhundert in der Pinakothek der Moderne, München gezeigt. Ihr zweiter Kurzfilm „Zwei Quadratmeter Leben“, über die sogenannten Cage People in Hong Kong, wurde 2013 für den CNN Journalist Award nominiert. 2013 gründete sie die Man on Mars Filmproduktion. Stade arbeitete als freie Autorin für Frontal 21 (ZDF) und La Vita (BR) und realisierte zahlreiche Werbefilmdrehs. Der Film „Nowhereman“ entstand gemeinsam mit Annika Blendl und lief im Wettbewerb auf dem Max Ophüls Preis. Seit 2015 studiert Stade Produktion an der HFF München im Zweitstudium. 2015 kam ihr Film „Mollath – Und plötzlich bist du verrückt“ in die Kinos. Zuvor hatte der Film Premiere auf dem Filmfest München und wurde im Dezember 2015 erstmals im BR ausgestrahlt. Mit dem Spielfilm „All I never wanted“ schloss Leonie Stade 2019 ihr Regie Studium mit dem Diplom ab.

Maximilian Dirr

Der 1983 in Landshut geborene Schauspieler Maximilian Dirr wuchs in Deutschland und Italien auf und ist heute in beiden Ländern in Film und Fernsehen zuhause.
2007 begann Maximilian ein Schauspielstudium an der Staatlichen Hochschule für Schauspielkunst „Teatro Stabile di Genova“ in Genua, dass er 2010 erfolgreich abschloss.
Im direkten Anschluss an das Studium wirkte er dort als festes Ensemblemitglied am Teatro Stabile di Genova in zahlreichen Produktionen mit.
Bevor er mit Connie Walters‘, mit dem Fipa D´Or als Bester TV-Film 2013 ausgezeichnetem Drama ZAPPELPHILIPP sein Debüt im deutschen Fernsehen gab, wirkte Maximilian Dirr bereits in einigen italienischen Film und Fernsehproduktionen mit. Es folgten zahlreiche nationale und internationale Produktionen, darunter unter anderem Ridley Scotts Pilot für die Thriller-Serie THE VATICAN (2013), KOMMISSARIN LUCAS (2014), die dystopische BBC-Miniserie SS-GB (2015) usw.
Seine erste Kinorolle spielte er 2012 an der Seite von Geoffrey Rush in Giuseppe Tornatores Drama THE BEST OFFER.
In den deutschen Kinos war er zuletzt 2017 in der Komödie MARIA MAFIOSI unter der Regie von Jule Ronstedt und in dem auf wahren Begebenheiten beruhenden Kriegsdrama SOBIBOR von Konstantin Khabenskiy zu sehen.
Mit Mario Martones Drama CAPRI-REVOLUTION feierte Maximilian Dirr 2018 im Wettbewerb der 75. Internationalen Filmfestspiele von Venedig Weltpremiere.

Catherine Morawitz

Catherine war schon immer eine waschechte Abenteurerin. Ihre vielen Reisen haben sie vermutlich ganz gut auf die Strapazen vorbereitet, die man als Indie-Filmproduzentin so bewältigen muss.
Nach ihrem Studium der Philosophie und Anthropologie war es nur eine Frage der Zeit, bis sie ihre Leidenschaft für die bewegten Bilder zum Beruf machte. In 2013 gründete sie ihre eigene Produktionsfirma in Berlin, Studio Saboteur.
Ihr erster Film als Produzentin, der Neo-Giallo Kurzfilm YELLOW, lief international auf über 50 Festivals und wurde vom Publikum und von der Presse mit viel Lob bedacht. Der Soundtrack des Films wurde vom Kult-Label Death Waltz Records veröffentlich und war nach einem Tag ausverkauft.
Seitdem hat sie sowohl einen verrückten japanischen Film produziert, FONOTUNE, mit Underground Legende Guitar Wolf, Kiki Sukezane (Westworld) und Kazushi Watanabe (Visitor Q) in der Hauptrolle, als auch das amerikanische Comedy Drama SOFTNESS OF BODIES, welches 2018 beim LA Filmfest Premiere feierte.

Konstantin Hockwin

Konstantin Hockwin seit 2013 Mitarbeiter des kommkino, Nürnbergs traditionsreichstem Programmkino. Nach zwei Jahren übernahm er die Leitung des Filmarchivs und seit 2017 die Programmleitung. Ein besonderer Fokus ist, Independent-Produktionen und Kurzfilmprogrammen eine Bühne zu geben. Seit 2015 Co-Betreiber der freien journalistischen Plattform italo-cinema.de. 2014 gründete er das auf hochwertige Heimvideoveröffentlichungen alter Genrefilme spezialisierte Label Forgotten Film Entertainment, das seinen Fokus seit 2018 auch auf den Verleih aktueller, unabhängiger Filmproduktionen erweitert hat. Nach Kinostarts wie dem düsteren Hexenmärchen HAGAZUSSA – DER HEXENFLUCH startet gerade der vielfach ausgezeichnete A YOUNG MAN WITH HIGH POTENTIAL.

Sabrina Reiter

Sabrina Reiter, geboren am 5. August 1983 in Klagenfurt, ist eine österreichische Schauspielerin und Regisseurin. 2006 startete sie erfolgreich ihre Karriere, als sie die Hauptrolle in dem Film "In drei Tagen bist Du tot" übernahm, für die sie mit dem Undine Award als beste Schauspieldebütantin ausgezeichnet wurde. Bei der Berlinale 2007 wurde sie als österreichische Vertreterin der 25 europäischen "Shooting Stars" vorgestellt. Seitdem arbeitete sie kontinuierlich in Film- und Fernsehproduktionen. 2017 debütierte sie als Regisseurin mit dem Kurzfilm "Unsere Zeit wird kommen". Im selben Jahr drehte sie ein Musikvideo für die österreichische Band "Fox shadows" in Kuba. Im März 2018 drehte sie erfolgreich ein weiteres Musikvideo für die amerikanische Band „Foreign Air". Derzeit bereitet sie ein drittes Musikvideo vor und wurde im August 2018 für eine Skriptlektion in Kitzbühel ausgewählt.

Alexander Krötsch

Nach dem Abitur studierte er ab 2003 Medien und Kommunikationswissenschaften in Augsburg und arbeitete seit dieser Zeit bei verschiedenen Filmproduktionsfirmen in München. 2006 wechselte er an die Hochschule für Fernsehen und Film München in den Bereich Produktion und Medienwirtschaft und produzierte dort zahlreiche Kurzfilme, die auf internationalen Festivals liefen und mit Preisen ausgezeichnet wurden.

Nach dem Studium produzierte er das Spielfilmdebut DREI STUNDEN der deutschlandweit im Kino lief und gründete 2013 die Produktionsfirma schöne neue filme., mit der er mehrere Dokumentarfilme, sowie eine Dokuserie und den für den Grimmpreis nominierten Spielfilm DIE MASSNHAME realisierte. Mit seiner Firma entwickelt und produziert er Arthouse- und Genrefilme sowie Dokumentarfilme für den deutschen und internationalen Markt. Alexander Krötsch war Teilnehmer mehrerer internationaler Koproduktionsprogramme. Er war für seine Arbeit zum Studio Hamburg Nachwuchspreis und dem First Steps Award nominiert und seine Filme erhielten zahlreiche Auszeichnung auf Festivals.

Isabelle Bertolone

Geboren 1990 in Siegen. Von 2011 bis 2017 Studium der Produktion und Medienwirtschaft an der Hochschule für Fernsehen und Film München. Arbeit als Produzentin: Ihr Dokumentarfilm "Nadeshda" wurde 2014 für den Deutschen Menschenrechtsfilmpreis ausgezeichnet, "Ein idealer Ort" gewann 2015 bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin den Preis als Bester Film der Sektion Perspektive Deutsches Kino. Ihr Abschlussfilm „Luft“ startet 2019 in deutschen Kinos. Die von ihr und Marius Ehlayil produzierte Doku- Serie „früher oder später“ erhielt den First Steps Award 2018.
Seit 2017 sind Isabelle und Marius mit ihrer Firma wirFILM VGF-Stipendiaten im Filmzentrum München. Aktuell bereiten sie drei Spielfilme und eine Serie vor und stellen einen Dokumentarfilm fertig.

Ludwig Sporrer

Niederbayer mit Herz und Verstand - sowie umtriebiger Kulturaktivist, Filmkurator, Moderator, Veranstalter und Filmjockey. Während seines Studiums der Politikwissenschaft, Soziologie und Visuellen Anthropologie hat er an der LMU das studentische Programmkino U-Kino mitgegründet, war Theaterleiter des Münchner Programmkinos Lupe 2 und von 2005 bis 2011 für die legendären TRÄUMER-Partys verantwortlich. Seit der ersten Edition ist er Unterstützer des das Underdox Filmfestival.
Er hat das Queer Film Festival München (QFFM) gegründet und bis Ende 2016 geleitet.
Zusammen mit Dunja Bialas organisiert er seit 2016 die Filmkunstwochen München.
Er ist Gründungsmitglied und Vorstand von QueerScope - Verband der unabhängigen queeren Filmfestivals in Deutschland sowie Mitinitiator und Sprecher von „Festivalarbeit gerecht gestalten!" und der daraus entstandenen AG Festivalarbeit in verdi. Seit 2016 ist er Mitglied bei Artechock und schreibt ab 2019 für kinozeit.de über Dokumentarfilm. Beim DOK.fest München ist er seit 2011 Programmer mit Schwerpunkt Deutschsprachiger Raum und seit 2014 Projektleiter der DOK.tour. Mit weiteren Projekten (BILDWERFER, SONIC ICONIC, RECLAIM THE STREETS) erforscht er die Möglichkeiten des Kinos im öffentlichen Raum.